|
||||||||
|
|
„Tunnels“ von Gabriele Heller Ein ausgedienter und normalerweise überbauter Tunnel im alten Bahnhof Völklingens wird temporär für die Zeit der Ausstellung der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht. Am Ende des Tunnels ist eine Videoprojektion aufgebaut, die speziell für diesen Ort entwickelt wurde. Projiziert wird eine 3D-Animation, die den Tunnel fiktiv fortsetzt. Im Film wird man die Tunnelverlängerung entlang geführt, geht dann nach rechts über eine imaginäre Treppe und landet schließlich in einem heruntergekommenen Raum, dessen Fenster mit Brettern vernagelt sind. Mit dem Video im Tunnel korrespondiert ein kurzer Zeichentrickfilm, der in der zentralen ehemaligen Bahnhofshalle gezeigt wird. Einzelne Kohlezeichnungen wurden zu einer Filmsequenz verbunden. Man wird unter einer Unterführung entlang geführt, besteigt eine Böschung mit einem Seil und kann dann oben ein Häuschen an den Zuggleisen stehend erkennen. Die Filmhandlung korrespondiert mit der realen Örtlichkeit. Durch eine bauliche Realisierung der filmerischen Tunnelverlängerung könnte man tatsächlich in das Wagenmeisterhäuschen gelangen, das zurzeit unerreichbar auf Betriebsgelände steht und dort verwahrlost. Das Seil im Zeichentrickfilm schließlich ersetzt die Treppe, die man erst Monate zuvor abgerissen hat und die einen direkten Weg zum Wagenmeisterhäuschen ermöglichte. |
|
|
| |||